ORDER OF SAINT JOACHIM

Orden des heiligen Joachim
gegründet 1775

ORDER OF SAINT JOACHIM

Admiral Lord Horatio Nelson


Horatio Nelson wurde als Sohn von Reverend Edmund und Cathrine Nelson 1758 in Norfolk England geboren. Seine Mutter starb als er erst neun Jahre alt war. Nelson lernte bereits als Kind das Segeln in den Norfolk Broads und als er zwölf war heuerte er bei der Royal Navy an.
Seine Marinekarriere begann am 1. Januar 1771 als er als Schiffsmatrose auf die Raissonable versetzt wurde die von seinem Onkel mütterlicherseits kommandiert wurde.

1777 wurde er bereits zum Leutnant ernannt und segelte zunächst zwischen den westindischen Inseln.
Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kämpfte er auf britischer Seite gegen die Aufständigen.

Im Alter von 20 Jahren im Juni 1779 wurde er zum Kapitän befördert und kommandierte sein erstes Schiff, die Fregatte Hitchenbroke.
Besonders bemerkenswert war, Nelson litt fast sein ganzes Leben lang immer an Seekrankheit.

1781 bombardierte er die spanische Seefestung von San Juan in Nicaragua . Obwohl das Bombardement erfolgreich verlief musste Nelson schließlich aus gesundheitlichen Gründen nach England zurückkehren, wo er sich aber bald wieder erholte.
Nach einem Jahr übernahm er dann das Kommando der Albemarle, auf der er weiter gegen die amerikanische Rebellen bis zum Ende des Krieges 1783 kämpfte.

1784 erhielt Nelson das Kommando über die mit 28 Kanonen bestückte Boreas und kreuzte fortan in den Gewässern vor Antigua .
Die abtrünnigen amerikanischen Provinzen durften mit den britischen Kolonien in der Karibik keinen Handel treiben. Nelson versenkte deshalb vier amerikanische Schiffe vor Nevis und wurde in Folge von den Schiffseignern wegen illegaler Beschlagnahme des Gutes verklagt. Die Klage wurde von den Händlern von Nevis unterstützt.
Während dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Fanny kennen, die er am 11. März 1787, zum Ende seiner Mission, in der Karibik heiratete.
Als die Französische Revolution die Grenzen Frankreichs überschritt, wurde er erneut, nachdem er mehrere Jahre außer Dienst gestellt war, zur Marine berufen. Die mit 64 Kanonen bestückte Agamemnon wurde ihm 1793 anvertraut.
Mit diesem Schiff begründete er schließlich seinen historischen Ruhm.
Zunächst war sein Operationsgebiet das Mittelmeer.
1794 wurde ihm in Calvi auf Korsika im Rahmen eines Gefechtes ins Gesicht geschossen. In der Folge verlor er auf der rechten Seite sein Augenlicht und auf der linken stellte sich eine Trübung ein. So litt Nelson bis zu seinem Tode unter schleichender Erblindung.
1796 übernahm John Jervis das Kommando über die Mittelmeerflotte und Nelson wurde daraufhin zum Commodore des Flaggschiff Captain.

Am 14. Februar 1797 erlangte er in der Schlacht am Kap St. Vincent einen großartigen Sieg und wurde darauf hin in den Ritterstand erhoben. Im April desselben Jahres wurde Nelson zum Rear Admiral of the Blue, dem sechsthöchsten Rang in der königlichen Marine, befördert.

Am Ende des Jahres, während einer erfolglosen Expedition um ein spanisches Transportschiff mit Schätzen bei Santa Cruz de Tenerife zu kapern, wurde ihm aus einer Muskete eine Kugel in den Ellbogen geschossen. So verlor er die untere Hälfte seines Armes.
In der Schlacht an der Nilmündung (auch als Schlacht bei Abukir bezeichnet) am 1. August 1798 errang er jedoch erneut einen glorreichen Sieg über die Franzosen. Weitere Ambitionen Napoleons gegen das Vereinigte Königreich waren damit vorerst verhindert. Die von Napoleon nach Ägypten verbrachten Truppen waren eingekesselt und Bonaparte musste unter großen Aufwand nach Frankreich zurück gebracht werden. Nelson erhielt dafür den Titel Baron.
Bei einer Invasion der Franzosen rettete er die neapolitanische Königsfamilie. Er verliebte sich in Emma Hamilton - die junge Frau des britischen Botschafters in Neapel . Sie wurde seine Mätresse und gebar ihm seine Tochter Horatia.
1799 wurde er zum Rear Admiral of the Red. Das ist der fünfthöchste Rang in der königlichen Marine. Von nun an kommandierte er die Foudroyant.
Im Juli, als er Unterstützung für die Rückeroberung von Neapel anbot, ernannte ihn der König von Neapel zum Herzog von Bronte. Um seine persönlichen Probleme, insbesondere die Mätressenschaft zu Lady Hamilton, zu beseitigen schickte ihn die Admiralität zurück auf hohe See. Am 1. Januar 1801 wurde er zum Vice Admiral of the Blue (der vierthöchsten Rang in der Marine) ernannt.
Am 2. April 1801 wurde er in die Seeschlacht vor Kopenhagen verwickelt, in der die komplette Flotte Dänemarks versenkt wurde, um die Neutralität Dänemarks, Schwedens und Russlands zu brechen. Die Kampfaktionen Nelsons waren hinterhältig, da er eigentlich von Sir Hyde Parker den Befehl erhalten hatte die Kampfhandlungen einzustellen. Seine Ausrede war, dass er die Signalflaggen nicht hatte erkennen können, als er das Fernrohr an sein blindes Auge führte.
Sein Verhalten wurde rückblickend akzeptiert und so wurde er im Mai Oberbefehlshaber über die Flotten in der Ostsee. Zusätzlich erhielt er den Titel Viscount.
Napoleon zog seine Truppen zusammen um eine Invasion in England zu beginnen. Nelson jedoch sollte den Ärmelkanal verteidigen um Napoleon zuvorzukommen. Am 22. Oktober wurde aber ein Waffenstillstand zwischen Großbritannien und Frankreich ausgehandelt und Nelson der kränkelnd darniederlag kehrte nach England zurück.
Der Friedensvertrag von Amiens dauerte nicht lang an und so fuhr Nelson erneut auf See. Er wurde Oberbefehlshaber der Mittelmeerflotte und wurde Kommandant der HMS Victory. Mit ihr nahm er zunächst an der Seeblockade von Toulon teil und setzte erst zwei Jahre später wieder aus gesundheitlichen Gründen einen Fuß aufs trockene Land.
Zwei Monate später sollte er erneut zu den Waffen gerufen werden. Am 13. September 1805 sollte er der französischen und spanischen Flotte gegenüber stehen, die sich vereinigt hatten und im Hafen von Cadiz Spanien warteten.

Die Seeschlacht von Trafalgar

Am 21. Oktober 1805 warf sich Nelson in seine letzte Schlacht. Napoleon Bonaparte hatte erneut Truppen für eine Invasion Großbritanniens zusammengezogen. Am 19. Oktober verließen die spanische und französisch Flotte Cadiz um gemeinsam den Ärmelkanal zu sichern. Nelson stellte 27 Schiffen , 33 stellte die gegnerische Seite.

Nach der Zerstörung des französischen Flaggschiffs der Beaucentaure steuerte die Victory auf die Redoutable zu. Die beiden Schiffe stießen krachend aneinander. Mit Musketenschützen wurde das Feuer von der Betakelung der Redoutable auf das Deck der Victory eröffnet. Nelson wurde durch eine Kugel getroffen. Sie trat in seine Schulter ein, durchbohrte die Lunge und verblieb in der Wirbelsäule. Nelson blieb noch eine Zeit lang bei Bewusstsein, starb aber schon bald nach dem Sieg der Briten.
Die Victory wurde mit Nelsons Leiche, die in einem Brandy-Fass lag, nach Gibraltar geschleppt. In London erhielt Nelson dann ein Staatsbegräbnis und wurde in der Kathedrale von St. Paul's beigesetzt.
Einer Legende zufolge wurde die Rumration, die seinen Leichnam konservierte, an die Matrosen ausgeteilt, die dafür den Namen "Nelson's Blood" (Nelsons Blut) erfanden.
Nelson war bekannt, dass er seine Untergebenen mit Ideen inspirierte und aus ihnen das Beste herausholte: dies bildete den britischen Ausdruck „Nelson Touch".
Er war eben schon zu Lebzeiten eine Berühmtheit. Von seinen Zeitgenossen erreichten nur noch John Churchill der erste Herzog von Marlborough und Arthur Wellesley der erste Herzog von Wellington eine ähnlich große Bedeutung.
Der Trafalgar Square und das darauf befindliche Nelson-Monument gehören zu den bekanntesten Punkten Londons . Nelsons Denkmal in Dublin wurde leider durch einen Terroranschlag gesprengt. Sein Schiff, die HMS-Victory existiert noch heute. Sie ist das Flaggschiff des zweiten Seelords und ist heute in der Marinebasis von Portsmouth/ Südengland zu bewundern.

 

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